Recht, Steuern & Dokumente
Alohi
Schweizer Plattform für Online-Fax, elektronische Signaturen, Dokumentenscan und Business-Telefonie.
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6,99 €
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Jetzt testen → Mit anderen Tools vergleichenTL;DR: Alohi eignet sich für Freelancer und KMU, die Online-Fax oder digitale Signaturen aus der Schweizer Cloud benötigen — DSGVO-Score 7,0/10. Self-Service-AVV fehlt; US-Sub-Prozessoren (Anthropic, OpenAI) begründen ein residuales Cloud-Act-Risiko.
Was ist Alohi?
Alohi SA ist ein Schweizer SaaS-Anbieter mit vier Produkten: Fax.Plus (Online-Fax), Sign.Plus (eSign), Scan.Plus (Scanner) und Dial.Plus (VoIP). Server in der Schweiz nach eigenen Angaben, ISO 27001 und SOC 2 Type 2 zertifiziert, kein KI-Training mit Nutzerdaten.
✅ Stärken
- Schweizer Firmensitz und Server nach eigenen Angaben — starkes Datenschutzfundament
- Explizit kein Training generalisierter KI-/ML-Modelle mit Nutzerdaten (laut alohi.com/privacy-policy, Stand: 2026-09) — Anthropic/OpenAI werden aber als Sub-Prozessoren fuer einzelne KI-Funktionen eingesetzt
- ISO 27001, SOC 2 Type 2, PCI DSS und HIPAA zertifiziert
- Sub-Prozessoren-Liste öffentlich einsehbar und aktuell (Stand: Feb 2026)
- EU-Vertreter Prighter benannt — Betroffenenrechte klar adressiert
⚠️ Schwächen
- Kein Self-Service-DSGVO-AVV — Compliance-Lücke für KMU
- US-Sub-Prozessoren (Anthropic, OpenAI, Microsoft) mit Cloud-Act-Anwendbarkeit
- USD-Abrechnung, kein EUR-Angebot dokumentiert
- HIPAA BAA, KI-Funktionen, API und Zapier nur im Enterprise-Plan
- Keine konkreten, kalendarisch fixierten Löschfristen dokumentiert
Alohi Test 2026: Fax, eSign und Scan aus der Schweiz — lohnt sich das Paket für DACH-KMU?
Alohi SA ist ein Schweizer SaaS-Anbieter mit vier Produkten: Fax.Plus (Online-Fax), Sign.Plus (elektronische Signatur), Scan.Plus (Dokumentenscanner) und Dial.Plus (Business-Telefonie). Firmensitz und Server liegen in der Schweiz — strukturell ein Vorteil gegenüber US-dominierten Diensten wie DocuSign oder eFax. Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutzdokumente, der Preisseite und verfügbarer Compliance-Dokumentation (Stand: 2026-06).
Warum nutzen Freelancer und KMU Alohi?
Deutschland ist eines der wenigen Länder, in denen Faxen noch Standard ist — Behörden, Arztpraxen und viele Mittelständler kommen daran nicht vorbei. Fax.Plus ersetzt das physische Gerät vollständig: Versand und Empfang laufen per App oder E-Mail, ohne Hardware und ohne Telefonvertrag. Sign.Plus löst die papierbasierte Vertragsunterschrift: Gegenparteien unterschreiben per Link, ohne eigene App zu installieren. Steuerberater, Notare, Arztpraxen und Immobilienmakler zählen zum Kern-Use-Case.
Wie gut funktioniert Alohi in der Praxis?
Fax.Plus sendet und empfängt zuverlässig — auch an deutsche Behörden ohne Probleme. Negativ fällt auf, dass API und Zapier erst im Enterprise-Plan verfügbar sind: Wer eingehende Faxe automatisiert weiterverarbeiten will, zahlt $79,99/Monat oder mehr statt $6,99. Dieser Sprung ist für kleinere Teams erheblich und sollte beim Planen von Automatisierungs-Workflows berücksichtigt werden.
Sign.Plus eignet sich für einfache und fortgeschrittene elektronische Signaturen. Für Standardverträge — Mietverträge, Dienstleistungsverträge, NDAs — reicht die einfache Signatur. Ein konkretes Beispiel: 5 Kundenverträge/Woche → Hochladen in Sign.Plus → Empfänger erhält Signaturlink per E-Mail → Unterschrift in unter 2 Minuten → PDF automatisch archiviert. Statt 3–5 Werktagen per Post liegen unterschriebene Verträge am selben Tag vor.
Im Enterprise-Plan ergänzen KI-Funktionen das Paket: automatische Texterkennung (OCR) und Datenextraktion aus Faxen und Scans — nützlich für Kanzleien mit hohem Dokumentenaufkommen.
Preise & Pläne
Preise beziehen sich auf Fax.Plus (Stand: 2026-06), Abrechnung in USD.
| Plan | Preis jährlich | Seiten/Monat | Nutzer | HIPAA BAA |
|---|---|---|---|---|
| Basic | $6,99/Monat | 200 | 1 | ✗ |
| Premium | $13,99/Monat | 500 | 1 | ✗ |
| Business | $27,99/Monat | 1.000 | 5 | ✗ |
| Enterprise | ab $79,99/Monat | 1.000+ | unbegrenzt | ✓ |
Zusatzseiten kosten $0,03–$0,10 je nach Plan. Sign.Plus, Scan.Plus und Dial.Plus haben eigenständige Preismodelle. Tarife und Bedingungen können sich kurzfristig ändern — aktuelle Konditionen vor dem Einsatz auf alohi.com prüfen.
Wann lohnt sich Alohi?
Alohi eignet sich, wenn du Faxe versendest oder empfängst, digitale Signaturen ohne US-Datenhaltung benötigst oder ohne Hardware in Bürokommunikation einsteigen willst. Wer tiefe CRM-Integrationen oder einen sofort dokumentierten AVV ohne Rückfrage benötigt, findet bei DocuSign (AVV zum Prüfzeitpunkt Stand: 2026-06 öffentlich dokumentiert) oder Adobe Acrobat Sign mehr Sicherheit.
DSGVO & Datenschutz
Was dokumentiert ist
Alohi SA hat seinen Firmensitz in Plan-les-Ouates (Kanton Genf, Schweiz). Die Schweiz verfügt über einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission — strukturell besser als US-Anbieter. Die Server liegen nach eigenen Angaben in der Schweiz: „Our servers are located in Switzerland“ (laut alohi.com/privacy-policy, Stand: 2026-09, zuletzt geändert 27.07.2026).
Alohi schließt KI-Training mit Nutzerdaten ausdrücklich aus: „This means your data will not be used to develop, improve, or train generalized artificial intelligence (AI) or machine learning (ML) models.“ (laut alohi.com/privacy-policy, Stand: 2026-09). Die Sub-Prozessoren-Liste nennt Anthropic und OpenAI dennoch als vertraglich gebundene Prozessoren für produktspezifische KI-Funktionen (Dial.Plus, Scan.Plus) — ein Abschnitt, der diesen Punkt explizit von der KI-Trainingsausschluss-Aussage abgrenzt, fehlt. Zertifizierungen: ISO 27001, SOC 2 Type 2, HIPAA und PCI DSS (laut Trust Center). Als EU-Vertreter ist Prighter benannt (alohi.com/gdpr-eu-rep). Die Sub-Prozessoren-Liste ist öffentlich einsehbar (alohi.com/sub-processors, Stand: Feb 2026) und umfasst unter anderem Anthropic, OpenAI, Microsoft und Google (USA) für KI- und Support-Funktionen sowie Exoscale und Swisscom Trust Services (Schweiz) für Infrastruktur.
Was fehlt oder unklar ist
Ein Self-Service-AVV nach Art. 28 DSGVO ist nicht verfügbar. Ob ein AVV auf Anfrage erhältlich ist, empfehlen wir direkt bei Alohi zu erfragen (privacy@alohi.com) — eine öffentliche Dokumentation dazu fehlt zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06). Das Haupt-DSGVO-Risiko für KMU: Wer in Standard-Plänen (Basic bis Business) personenbezogene Kundendaten verarbeitet, tut das ohne nachweisbare vertragliche Grundlage.
Das Cloud-Act-Risiko durch eine US-Muttergesellschaft besteht nicht — Alohi SA ist ein Schweizer Unternehmen ohne US-Konzernstruktur. Ein residuales Cloud-Act-Risiko entsteht durch US-Sub-Prozessoren: Anthropic, OpenAI und Microsoft für KI-Verarbeitung und Support sowie Stripe und PayPal für Zahlungsabwicklung sind Cloud-Act-pflichtige US-Unternehmen mit möglichem Datenzugriff.
Weitere nicht öffentlich dokumentierte Punkte: konkrete Löschfristen, 2FA-Verfügbarkeit in Standard-Plänen. TLS-Version ist entgegen einer früheren Einschätzung dieses Tests dokumentiert: TLS 1.3 laut Security-Overview-Seite (Stand: 2026-09).
Schweizer Infrastruktur, ISO 27001 und expliziter KI-Trainings-Ausschluss bilden ein solides Fundament; der fehlende Self-Service-AVV und US-Sub-Prozessoren mit Cloud-Act-Anwendbarkeit sind die wesentlichen Einschränkungen.
Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.
DSGVO-Bewertung: 7,0/10
Hauptabzüge entstehen durch den fehlenden Self-Service-AVV und die US-Sub-Prozessoren (Anthropic, OpenAI) mit Cloud-Act-Anwendbarkeit. Schweizer Infrastruktur, ISO 27001 und der explizite KI-Trainings-Ausschluss heben die Bewertung deutlich an.
Die genannten Scores sind Risikoeinschätzungen nach unserer Methodik, keine rechtlichen Gutachten.
Alternativen
DocuSign — Marktführer mit tiefsten Enterprise-Integrationen (Salesforce, HubSpot); US-Anbieter, Cloud-Act-Anwendbarkeit durch US-Konzernstruktur nicht ausschließbar; AVV öffentlich dokumentiert (Stand: 2026-06).
Adobe Acrobat Sign — stärker in PDF-Workflows integriert; US-Anbieter; AVV verfügbar ab Business-Tarifen — beim Anbieter prüfen (Stand: 2026-06).
PandaDoc — bessere CRM-Anbindung und Angebotserstellung; US-Anbieter, Cloud-Act-Anwendbarkeit durch US-Konzernstruktur nicht ausschließbar.
Häufige Fragen
Eignet sich Alohi aus DSGVO-Sicht für Freelancer? Für Standard-Anwendungsfälle ja: Schweizer Firmensitz, Server in der Schweiz (nach eigenen Angaben), ISO 27001, kein KI-Training. Ein Self-Service-AVV fehlt zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) — wer Kundendaten verarbeitet, sollte das vorab bei Alohi klären (privacy@alohi.com).
Gibt es einen AVV/DPA für Alohi? Ein Self-Service-DSGVO-AVV ist öffentlich nicht verfügbar (Stand: 2026-06). Ein HIPAA BAA ist ausschließlich im Enterprise-Plan enthalten. Ob ein AVV auf Anfrage erhältlich ist, empfehlen wir direkt bei Alohi zu erfragen, bevor personenbezogene Kundendaten eingebracht werden.
Gibt es einen kostenlosen Test oder Free-Tier? Keinen dauerhaften Free-Tier. Im Basic-Plan ($6,99/Monat, jährlich) ist ein 30-Tage-Zugang zu Sign.Plus inklusive.
Welcher Plan passt für Einzelunternehmer? Für gelegentlichen Fax-Bedarf unter 200 Seiten/Monat reicht Basic. Sign.Plus hat eigenständige Preise und sollte separat auf der Alohi-Website geprüft werden.
Verarbeitet Alohi Daten für KI-Training? Für das Training generalisierter KI-/ML-Modelle laut Privacy Policy ausdrücklich ausgeschlossen (Stand: 2026-09). Für einzelne KI-Funktionen (OCR/Datenextraktion in Scan.Plus, Dial.Plus KI-Telefon) werden Anthropic und OpenAI als vertraglich gebundene Sub-Prozessoren eingesetzt — eine explizite Klarstellung, dass diese Verarbeitung ebenfalls kein Modelltraining darstellt, fehlt öffentlich.
Im AI-Finden-Verzeichnis kannst du Alohi direkt mit DocuSign, Adobe Acrobat Sign und weiteren Tools nach DSGVO-Score, Preis und Integrationen vergleichen.
Fazit & Empfehlung
Wähle Alohi wenn: Du regelmäßig Faxe versendest oder empfängst, digitale Signaturen für Standardverträge ohne US-Datenhaltung benötigst und kein CRM-Ökosystem mit tiefen Integrationen voraussetzt. Lieber zu DocuSign oder Adobe Acrobat Sign wechseln wenn: Du Enterprise-CRM-Integrationen oder einen sofort dokumentierten, Self-Service-AVV ohne Rückfrage benötigst.
Als Schweizer SaaS-Suite bietet Alohi ein gutes Preis-Datenschutz-Verhältnis für DACH-Freelancer und KMU mit Fax- und eSign-Bedarf. Das residuale Cloud-Act-Risiko durch US-Sub-Prozessoren (Anthropic, OpenAI) und der fehlende Self-Service-AVV sind vor dem produktiven Einsatz mit Kundendaten zu klären. Alohi testen* — *Affiliate-Link, wir erhalten eine Provision bei Abschluss.
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