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T Cloud Public

Public Cloud der Deutschen Telekom mit DE-Rechenzentren, BSI C5, § 203-Vereinbarung und KI-Infrastruktur (GPU, ModelArts, Kubernetes).

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In 30 Sekunden

T Cloud Public eignet sich für Berufsgeheimnisträger und KMU mit EU-Datenresidenzpflicht. Kein Cloud-Act-Risiko, § 203-Vereinbarung vorhanden, BSI C5-zertifiziert. AVV für alle zahlenden Kunden ohne Tier-Gate. Kein Fix-Preis, kein Free-Plan, DevOps-Know-how erforderlich. DSGVO-Score 6,9/10.

Was ist T Cloud Public?

T Cloud Public (früher Open Telekom Cloud) ist die IaaS-Plattform der Deutschen Telekom AG mit Rechenzentren in DE, NL und CH. Sie bietet Compute, GPU-Server, Kubernetes und die KI-Entwicklungsplattform ModelArts auf OpenStack-Basis.

✅ Stärken

  • · EU-Datenresidenz ohne US-Mutterkonzern – kein Cloud-Act-Risiko über den Konzern
  • · § 203-Vereinbarung für Berufsgeheimnisträger – inklusive Subunternehmer-Bindung
  • · BSI C5, ISO 27001, TISAX – starke Zertifizierungstiefe für regulierte Branchen
  • · GPU-Server und ModelArts für KI-/LLM-Workloads in europäischen Rechenzentren
  • · Pay-as-you-go in EUR ohne Dark Patterns, Startguthaben 250 € zum Einstieg

⚠️ Schwächen

  • · Keine transparenten Listenpreise öffentlich – Kosten erst nach Anmeldung kalkulierbar
  • · Technische Basis Huawei-OpenStack – Lock-in- und Lieferkettendiskussion
  • · Keine explizite Kein-Training-Klausel im AVV öffentlich dokumentiert
  • · Vertragstext der § 203-Vereinbarung nicht öffentlich einsehbar
  • · Kein SOC 2 dokumentiert – nur BSI C5 als Äquivalent
A. Blick

Vollständiger Testbericht von A. Blick

Geprüft: Juni 2026 · Nächste Prüfung: Dezember 2026

T Cloud Public Test 2026: Datensouveräne KI-Infrastruktur für Berufsgeheimnisträger?

T Cloud Public – bis 2025 als Open Telekom Cloud bekannt – ist die Public-Cloud-Infrastruktur der Deutschen Telekom AG mit Rechenzentren ausschließlich in Europa. Kanzleien, Arztpraxen und Steuerberatungsbüros mit Berufsgeheimnispflicht nach § 203 StGB finden hier eine der wenigen öffentlichen Cloud-Plattformen, die diesen Spezialfall vertraglich abdeckt. Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutzdokumente, Zertifizierungsnachweise und der § 203-Vereinbarungs-Kommunikation der Telekom (Stand: 2026-06).

Warum nutzen KMU T Cloud Public?

EU-Datenresidenz ohne US-Mutterkonzern, starke Zertifizierung und eine konkret angebotene § 203-Vereinbarung – das ist die Kombination, die T Cloud Public von US-Hyperscalern unterscheidet. Wer als Kanzlei oder Arztpraxis KI-Workloads mit Mandantendaten in die Cloud verlagern will, stößt bei AWS, Azure oder Google schnell an DSGVO-Grenzen: Eine § 203-Deckung gibt es dort nicht. T Cloud Public schließt diese Lücke als Infrastruktur-Layer – das Modell läuft beim Kunden, Telekom stellt den zertifizierten Rechenrahmen.

Wie gut funktioniert T Cloud Public in der Praxis?

T Cloud Public basiert auf OpenStack und bietet Compute-Instanzen, GPU-Server, Kubernetes (Cloud Container Engine) und die KI-Entwicklungsplattform ModelArts (TensorFlow/PyTorch). Das ist keine schlüsselfertige Anwendung – wer einsteigt, braucht DevOps-Know-how oder einen IT-Dienstleister. Da kein Hands-on-Zugang vorlag, basiert diese Einschätzung auf Produktdokumentation, nicht auf einem eigenen Praxistest.

Workflow-Beispiel: Input: Kanzlei will LLM für Mandantenkorrespondenz betreiben → GPU-Instanz in deutschem Rechenzentrum (Biere/Magdeburg) starten → Modell hochladen → § 203-Vereinbarung abschließen → Output: datensouveräner LLM-Betrieb in der EU ohne separate Cloud-Act-Risikoanalyse. Gegenüber einem US-Hyperscaler entfallen Cloud-Act-Bewertung und das Kompensieren fehlender § 203-Deckung als eigenständige Compliance-Aufgaben – der Erstaufwand sinkt spürbar.

Ein bekannter Vorbehalt: Telekom setzt auf Huawei-OpenStack als technische Basis – das erzeugt eine Lock-in- und Lieferkettendiskussion, die Compliance-Beauftragte kennen sollten.

Für wen ist T Cloud Public geeignet?

Kanzleien, Steuerberatungsbüros und Arztpraxen mit KI-Ambitionen finden kaum Public-Cloud-Alternativen mit § 203-Deckung – T Cloud Public füllt diese Nische direkt, vorausgesetzt, ein IT-Dienstleister übernimmt die Einrichtung. Mittelständische Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen oder öffentlicher Hand profitieren von der BSI C5-Zertifizierung, die in diesen Sektoren als Mindestanforderung für Cloud-Einsatz wächst.

Nicht geeignet ist die Plattform für Teams ohne DevOps-Kompetenz, für einfache Workloads ohne Compliance-Anforderungen und für alle, die eine fertige KI-SaaS-Anwendung suchen.

Preise & Pläne

T Cloud Public arbeitet ausschließlich nach dem Pay-as-you-go-Modell in Euro; transparente Listenpreise sind nicht öffentlich dokumentiert. Die Abrechnung richtet sich nach genutzten Ressourcen (Compute, Storage, Netzwerk, GPU-Stunden). Als Einstieg gibt es ein Startguthaben von 250 € bei Buchung (einlösbar bis 31.12.2026, Stand: 2026-06). Tarife können sich kurzfristig ändern – vor dem Einsatz aktuelle Konditionen beim Anbieter prüfen.

DSGVO & Datenschutz

Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.

DSGVO-Bewertung: 6,9/10

Hauptabzüge entstehen durch fehlende öffentliche Dokumentation einer expliziten Kein-Training-Klausel, eine nicht einsehbare Sub-Prozessor-Liste und fehlende Löschfristen-Details.

Was dokumentiert ist

  • Serverstandort: Ausschließlich europäische Rechenzentren in Deutschland (Biere & Magdeburg), Niederlande und Schweiz; Region frei wählbar (laut Produktdokumentation, Stand: 2026-06)
  • Rechtsgrundlage: Deutsche Telekom AG, Bonn – EU-Unternehmen ohne US-Mutterkonzern; kein Cloud-Act-Risiko über den Konzern
  • AVV (Art. 28 DSGVO): Der AVV (ErgB AV) gilt für alle zahlenden Geschäftskunden ohne Tier-Beschränkung; Abruf über das Telekom-Geschäftskundenportal (Stand: 2026-06)
  • § 203 StGB: Standardisierte Vereinbarung zum Geheimnisschutz seit Anfang 2021, inklusive Subunternehmer-Bindung (laut Telekom-Pressemitteilung, Stand: 2026-06)
  • Zertifizierungen: ISO 27001, BSI C5, TISAX, DIN EN 50600, „Trusted Cloud"-Listung des BMWK

Was fehlt oder unklar ist

  • Explizite Kein-Training-Klausel im AVV zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht öffentlich auffindbar; als reine IaaS ist Modelltraining strukturell unüblich, eine vertragliche Garantie fehlt dennoch
  • Vollständige Sub-Prozessor-Liste und Löschfristen zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht öffentlich dokumentiert
  • SOC 2 nicht dokumentiert (BSI C5 ist das funktionale Äquivalent für den deutschen Markt)

T Cloud Public schneidet datenschutzseitig stark ab – kein US-Konzernanschluss, BSI C5 und TISAX sind klare Pluspunkte. Verbleibende Lücken: fehlende Trainingsklausel und keine vollständige Sub-Prozessor-Liste.

§ 203 – ehrliche Einordnung: Telekom nennt Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Ärzte explizit. Steuerberater fallen als Berufsgeheimnisträger grundsätzlich darunter, sind aber nicht einzeln aufgeführt – den Vertragstext vor Produktiveinsatz anfordern und durch eigene Rechtsberatung prüfen. Die genannten Scores sind Risikoeinschätzungen nach unserer Methodik, keine rechtlichen Gutachten.

T Cloud Public vs. IONOS Cloud

Beide bieten deutsche Rechenzentren und ISO 27001. IONOS hat teils transparentere Einstiegspreise, aber kein BSI C5 und keine dokumentierte § 203-Vereinbarung. Für Berufsgeheimnisträger und regulierte Branchen ist T Cloud Public die stärkere Wahl; für einfache Workloads ohne Compliance-Sonderbedarf kann IONOS günstiger sein.

Alternativen

  • IONOS Cloud – deutsches Unternehmen, ISO 27001, transparentere Preisstruktur; kein BSI C5, keine dokumentierte § 203-Vereinbarung
  • Hetzner Cloud – sehr günstig, starke Community; keine Enterprise-Compliance-Features, kein BSI C5
  • OVHcloud – EU-Anbieter (FR), EU-Datenresidenz; kein BSI C5, keine § 203-Lösung für den DACH-Markt

Häufige Fragen

Eignet sich T Cloud Public für Anwälte und Steuerberater aus DSGVO-Sicht? T Cloud Public eignet sich aus DSGVO-Sicht für Berufsgeheimnisträger, wenn die § 203-Vereinbarung angefordert und durch eigene Rechtsberatung geprüft wurde. AVV und Serverstandort DE sind vorhanden. Die genannten Scores sind Risikoeinschätzungen nach unserer Methodik, keine rechtlichen Gutachten.

Gibt es einen AVV für T Cloud Public? Ja, der AVV (ErgB AV) nach Art. 28 DSGVO gilt für alle zahlenden T-Cloud-Public-Kunden ohne Tier-Gate (laut Telekom-Datenschutzseite, Stand: 2026-06). Abruf über das Geschäftskundenportal; kein direkter Deeplink zum Dokument öffentlich verfügbar.

Besteht ein Cloud-Act-Risiko? Das Konzernrisiko entfällt – Deutsche Telekom AG ist ein deutsches Unternehmen ohne US-Mutterkonzern. Der Cloud-Act-Status eingesetzter Sub-Prozessoren ist nicht vollständig dokumentiert; insgesamt liegt das Gesamtrisiko deutlich unter dem Niveau von US-Hyperscalern.

Trainiert Telekom KI-Modelle mit Kundendaten? Eine explizite Kein-Training-Klausel ist zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht öffentlich dokumentiert. Als reine IaaS ist Modelltraining strukturell nicht das Geschäftsmodell – eine vertragliche Garantie sollte aktiv beim Anbieter angefragt werden.

Fazit & Empfehlung

Wähle T Cloud Public wenn: du als Anwalt, Arzt oder Steuerberater KI-Workloads mit Mandanten- oder Patientendaten betreiben musst und dafür § 203-Vereinbarung, EU-Datenresidenz und BSI C5 brauchst – mit einem IT-Team oder Dienstleister im Rücken. Lieber IONOS Cloud oder Hetzner wenn: einfache Workloads ohne Compliance-Sonderbedarf anstehen und transparente Listenpreise wichtiger sind als Zertifizierungstiefe.

T Cloud Public gehört für Zielgruppen mit echten Berufsgeheimnispflichten zu den wenigen ernsthaften Public-Cloud-Optionen im DACH-Markt. Wer keine derartigen Anforderungen hat, wird die Infrastrukturkomplexität und fehlende Preistransparenz als Hürde erleben.

Zur T Cloud Public-Website →

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ai-finden ScoreWie wir bewerten →
6.5
Eingeschränkt
🛡️DSGVO & Datenschutz
🧠KI-Qualität
7.0
Infrastruktur-Plattform – Ausgabequalität hängt vom Kundenmodell ab; ModelArts (TensorFlow/PyTorch) ermöglicht Modelle auf Weltklasse-Niveau. Bewertung laut /methodik.
💶Preis & Transparenz
6.0
EUR-Abrechnung, pay-as-you-go ohne Dark Patterns, 250 € Startguthaben; keine öffentlichen Listenpreise – Kostenkontrolle erfordert Dashboard-Einarbeitung. Bewertung laut /methodik.
🖥️Usability
5.0
OpenStack-Basis erfordert DevOps-Know-how; deutschsprachige Dokumentation vorhanden; kein Self-Service-Onboarding für Endnutzer. Bewertung laut /methodik.
🔗Integrationen
7.0
Vollständige API (OpenStack-kompatibel), Kubernetes (CCE), GPU-Integration; kein natives DATEV/lexoffice – IaaS-Ebene, kein Anwendungs-Integrationshub. Bewertung laut /methodik.

Ideal für

👥 Anwälte und Kanzleien (§ 203)👥 Steuerberater und WP-Kanzleien👥 Ärzte und Heilberufe👥 KI-Entwickler mit EU-Datenresidenzpflicht👥 KMU und Großunternehmen in regulierten Branchen

Nicht geeignet für

🚫 Verarbeitung einfacher Workloads ohne Compliance-Anforderungen🚫 KMU ohne DevOps-Know-how oder IT-Dienstleister🚫 Nutzende, die eine schlüsselfertige KI-SaaS-Lösung suchen🚫 Testprojekte ohne dediziertes IT-Budget

DSGVO-Bewertung

7.0/10Gut
Warum dieser Score?
  • 📄KI-Training:Keine explizite Kein-Training-Klausel öffentlich dokumentiert (Stand: 2026-06). Als reine IaaS strukturell unüblich – Kunden betreiben eigene Modelle; vertragliche Garantie fehlt.
  • 📄Betroffenenrechte:Als deutsches Unternehmen rechtlich zu DSGVO-Betroffenenrechten verpflichtet; Self-Service-Portal für Anfragen zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht dokumentiert.
👤Freelancer6.5
🏢KMU7.0
🏥Sensible Daten6.5
Alle 7 Kategorien
KI-Training?20 %
3/10
📄

Keine explizite Kein-Training-Klausel öffentlich dokumentiert (Stand: 2026-06). Als reine IaaS strukturell unüblich – Kunden betreiben eigene Modelle; vertragliche Garantie fehlt.

AVV / Art. 28?18 %
8/10
🌐

AVV (ErgB AV) für alle zahlenden Geschäftskunden ohne Tier-Beschränkung verfügbar (geschaeftskunden.telekom.de/business/hilfe-und-service/dsgvo, Stand: 2026-06); kein öffentlicher Deeplink zum Dokument.

Rechtsgrundlage?17 %
10/10
📄

Deutsche Telekom AG, Bonn – EU-Unternehmen ohne US-Mutterkonzern; Serverstandorte ausschließlich DE/NL/CH (laut Produktdokumentation, Stand: 2026-06).

Datenspeicherung?13 %
7/10
📄

EU-Datenresidenz und Regionswahl dokumentiert; explizite Löschfristen zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht öffentlich auffindbar.

Betroffenenrechte?12 %
6/10
📄

Als deutsches Unternehmen rechtlich zu DSGVO-Betroffenenrechten verpflichtet; Self-Service-Portal für Anfragen zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht dokumentiert.

Transparenz?11 %
7/10
📄

Umfangreiche Zertifizierungsdokumentation (ISO 27001, BSI C5, TISAX, Trusted Cloud); vollständige Sub-Prozessor-Liste und DPO-Angabe zum Prüfzeitpunkt (Stand: 2026-06) nicht öffentlich.

Techn. Sicherheit? 9 %
8/10
📄

ISO 27001, BSI C5, TISAX, DIN EN 50600 zertifiziert (laut Produktdokumentation, Stand: 2026-06); SOC 2 nicht dokumentiert.

Compliance-Check

Recherche-Stand: Juni 2026 · Zur Methodik

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