Cortecs AI
EU-natives API-Gateway für 150+ KI-Modelle mit Zero Data Retention und transparenter 5%-Servicegebühr.
Preise auf Anbieter-Website
Zum Anbieter →Cortecs bündelt 150+ LLMs hinter einer API, mit österreichischem Firmensitz und Zero-Data-Retention-Zusage. DSGVO-Score 7,0/10. Gut für Entwickler-Teams mit Compliance-Fokus, weniger für Einzelentwickler ohne Compliance-Druck.
Was ist Cortecs AI?
Cortecs ist ein API-Gateway der Cortecs GmbH (Wien), das über eine einzige Schnittstelle Zugriff auf 150+ KI-Modelle von 10+ Anbietern bietet. Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert mit 5% Servicegebühr statt Abo-Plänen.
✅ Stärken
- · EU-Firmensitz (Österreich) ohne US-Mutterkonzern
- · Zero Data Retention für Prompts laut DPA (Stand: 2026-08)
- · Detaillierte Sub-Prozessor-Liste mit 14 Anbietern öffentlich einsehbar
- · Kein Markup auf Token-Preise, transparente 5%-Servicegebühr (Stand: 2026-08)
- · 150+ Modelle von 10+ Anbietern über eine einzige API
⚠️ Schwächen
- · Kein formaler Datenschutzbeauftragter, nur ein Data Protection Coordinator genannt (Stand: 2026-08)
- · Löschfristen für Account-Daten nicht spezifiziert (Stand: 2026-08)
- · Sicherheitszertifizierung nur als Website-Badge, kein Audit-Nachweis verlinkt (Stand: 2026-08)
- · US-Subprozessoren (Microsoft, Google, AWS) mit DPF-Transferbasis (Stand: 2026-08)
- · Kein kostenloser Test verfügbar (Stand: 2026-08)
Cortecs AI Test 2026: EU-natives LLM-Gateway ohne Modell-Lock-in
Cortecs ist ein API-Gateway der österreichischen Cortecs GmbH, das über eine einzige Schnittstelle Zugriff auf mehr als 150 KI-Modelle von über zehn überwiegend europäischen Anbietern bündelt – darunter Mistral, Anthropic, OpenAI, Google und DeepSeek. Statt Abo-Plänen zahlst du eine nutzungsbasierte Servicegebühr, während Cortecs Routing, Ausfallsicherheit und DSGVO-Dokumentation für alle angebundenen Modelle übernimmt. Der USP: EU-souveränes Routing plus Zero-Data-Retention-Architektur, ohne dass du dich selbst durch die Datenschutzbedingungen jedes einzelnen Modell-Anbieters arbeiten musst.
Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutzdokumente, der Preisseite und der Data Processing Agreement (DPA) von Cortecs (Stand: 2026-08).
Warum nutzen Entwickler-Teams Cortecs AI?
Wer eine SaaS-Anwendung auf mehreren LLMs aufbaut, verliert sonst Zeit mit separaten API-Keys, unterschiedlichen Preismodellen und je eigenen AVV-Verhandlungen pro Anbieter. Cortecs bündelt das in einem OpenAI- und Anthropic-kompatiblen Endpunkt, sodass bestehender Code meist ohne größere Anpassung läuft. Für Compliance-Teams spart das vor allem Prüfaufwand: ein AVV statt zehn, eine Sub-Prozessor-Liste statt zehn Einzelrecherchen. Der Preisvorteil – kein Aufschlag auf Token-Kosten, nur eine transparente Servicegebühr – zeigt sich vor allem bei schwankendem oder hohem Traffic.
Wie gut funktioniert Cortecs AI in der Praxis?
Das Kernversprechen – nahtloses Umschalten zwischen Modell-Anbietern bei Ausfällen – lässt sich nur anhand der dokumentierten 99,99-%-Uptime-Zusage einordnen; ein unabhängiger Vergleichstest zur Failover-Geschwindigkeit liegt mangels öffentlicher Benchmarks nicht vor (Stand: 2026-08). Die policy-basierte Modellauswahl (Filter-and-Rank) kombiniert laut Dokumentation Preis, Latenz und Datenresidenz als Filterkriterien – eine Prüfung im Live-Betrieb war im Rahmen dieser Analyse nicht möglich.
Ein typischer Workflow: Ein SaaS-Startup routet Kundensupport-Anfragen über fünf Modelle je nach Sprache und Komplexität → Cortecs gleicht Kosten und Latenz automatisch ab → fällt ein Anbieter aus, übernimmt in Echtzeit ein anderer → statt mehrerer Entwicklertage für eigene Fallback-Logik übernimmt Cortecs das Routing vollständig, laut Anbieterangabe bei near-zero Downtime.
Für wen ist Cortecs AI geeignet?
Entwickler-Teams und SaaS-Startups, die mehrere LLM-Anbieter parallel testen oder produktiv einsetzen, profitieren am meisten von der einheitlichen Abrechnung und dem gebündelten AVV. Unternehmen mit strikten EU-Datenresidenz-Vorgaben finden zudem eine vorgefilterte Anbieterliste, die eigenes Anbieter-Screening reduziert. Für Einzelentwickler ohne Compliance-Druck lohnt sich der Aufpreis der Servicegebühr oft nicht, wenn ein einzelner Modell-Anbieter direkt günstiger anbindbar ist. Nutzer ohne Programmier- oder API-Kenntnisse sind bei Cortecs falsch, da es reine Entwickler-Infrastruktur ohne Chat-Oberfläche ist.
Preise & Pläne
Cortecs verzichtet auf klassische Abo-Stufen: Es gilt eine pauschale Servicegebühr von 5 % auf die Kosten des jeweiligen Modell-Anbieters, ohne Markup auf die Token-Preise (Stand: 2026-08). Abrechnung läuft EUR-nativ per Prepaid-Guthaben, Rechnung oder Auto-Top-up. Ab einem jährlichen Volumen von 10.000 EUR ist ein Enterprise-Tarif mit SLA, priorisiertem Support und Beschaffungsunterstützung auf Anfrage verfügbar. Für ein einzelnes Projekt mit unregelmäßigem Traffic reicht der Standard-Tarif meist aus; bei planbarem, hohem Volumen mit SLA-Bedarf lohnt sich der Enterprise-Kontakt ab der 10.000-EUR-Schwelle. Ein kostenloser Test oder dauerhafter Free-Tier ist auf der Preisseite nicht dokumentiert (Stand: 2026-08).
Tarife und Datenschutzbedingungen können sich kurzfristig ändern — vor dem Einsatz aktuelle Bedingungen prüfen.
Wann lohnt sich Cortecs AI?
| Standard (Pay-as-you-go) | Enterprise (ab 10.000 EUR/Jahr) |
|---|---|
| Einzelne Projekte, schwankender Traffic | Planbares, hohes Traffic-Volumen |
| Prototyping mit mehreren Modellen | Vertragliche SLA-Garantien nötig |
| Kein dediziertes Support-SLA nötig | Priorisierter/dedizierter Support |
| Kleine Teams ohne Beschaffungsprozess | Beschaffungsunterstützung gewünscht |
Empfehlung für Entwickler-Teams: Für die meisten SaaS-Teams ist der Standard-Tarif (5 % Servicegebühr, EUR-Abrechnung, kein Markup) der richtige Einstieg — er deckt Multi-Modell-Routing, EU-Datenresidenz-Auswahl und den öffentlich verfügbaren AVV ab. Der Enterprise-Tarif lohnt erst ab planbaren Jahresausgaben über 10.000 EUR, wenn SLA-Garantien und priorisierter Support geschäftskritisch werden.
DSGVO & Datenschutz
Was dokumentiert ist
Cortecs GmbH sitzt laut Datenschutzerklärung in Wien, Österreich (Althanstraße 4), ohne dokumentierten US-Mutterkonzern (Stand: 2026-08). Ein öffentlich einsehbarer AVV nach Art. 28 DSGVO steht unter cortecs.ai/dpa bereit und gilt tarifunabhängig für alle Nutzer, inklusive dort dokumentierter Sub-Prozessor-Liste. Für Prompts und Modell-Antworten gilt laut DPA eine Zero-Data-Retention-Architektur: Payload-Daten werden nur im flüchtigen Speicher verarbeitet und direkt nach der API-Antwort gelöscht, ausdrücklich ausgenommen von Backups. Die Sub-Prozessor-Liste nennt 14 Anbieter für Modell-Inferenz, überwiegend mit Serverstandort in der EU/EEA (u. a. Scaleway, OVH, IONOS, STACKIT). Für drei Anbieter mit US-Bezug (Microsoft Ireland, Google Cloud EMEA, AWS EMEA SARL) dient das EU-US Data Privacy Framework als Transfergrundlage (Stand: 2026-08).
Was fehlt oder unklar ist
Eine formale Datenschutzbeauftragten-Rolle (DPO) wird nicht benannt — die Datenschutzerklärung nennt stattdessen einen „Data Protection Coordinator“ als Kontaktstelle (Stand: 2026-08). Löschfristen für Account- und Abrechnungsdaten – im Unterschied zu den Payload-Daten – sind nicht spezifiziert (Stand: 2026-08). Eine Sicherheitszertifizierung ist nur als Website-Badge sichtbar, ein verlinktes Audit-Dokument oder Trust-Center-Eintrag ist nicht auffindbar (Stand: 2026-08) – sie gilt hier daher nicht als verifiziert. Standardvertragsklauseln für Transfers außerhalb des DPF-Rahmens sind nicht dokumentiert (Stand: 2026-08).
Cortecs kombiniert einen EU-Firmensitz mit einer ungewöhnlich konkreten Zero-Data-Retention-Zusage und einer transparenten Sub-Prozessor-Liste, lässt aber bei formaler DPO-Benennung, Löschfristen und Zertifizierungsnachweisen offene Fragen.
Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.
DSGVO-Bewertung: 7,0/10
Warum 7,0/10? ✅ EU-Firmensitz ohne US-Mutterkonzern ✅ Zero Data Retention für Prompts laut DPA ✅ Detaillierte Sub-Prozessor-Liste mit 14 Anbietern ❌ Kein formaler DPO, nur ein Data Protection Coordinator ❌ Löschfristen für Account-Daten nicht dokumentiert ❌ US-Subprozessoren (Microsoft, Google, AWS) via DPF im Einsatz ❌ Sicherheitszertifizierung nur als Website-Badge, kein Audit-Nachweis verlinkt
Hauptabzüge entstehen durch die fehlende formale DPO-Benennung, unklare Account-Löschfristen und die nicht separat verifizierte Sicherheitszertifizierung. Das Cloud-Act-Risiko besteht über die US-Subprozessoren fort, auch wenn Cortecs selbst als EU-Unternehmen ohne US-Mutterkonzern firmiert: Risiko 1 (US-Muttergesellschaft von Cortecs) entfällt, Risiko 2 (US-Sub-Prozessoren mit DPF-Transferbasis) besteht weiterhin.
Cortecs AI vs. OpenRouter
Wer bereits „LLM-Gateway“ googelt, landet fast zwangsläufig auch bei OpenRouter. OpenRouter bietet eine breitere Modellauswahl und eine etablierte Community, ist aber ein US-Unternehmen ohne öffentlich dokumentierte EU-Sub-Prozessor-Liste oder Zero-Data-Retention-Garantie für alle Modelle. Cortecs punktet dagegen mit dem österreichischen Firmensitz, dem öffentlich einsehbaren AVV und der expliziten Zero-Data-Retention-Architektur für Payload-Daten – zulasten einer etwas kleineren Anbieterauswahl.
Häufige Fragen
Eignet sich Cortecs AI aus DSGVO-Sicht für den Business-Einsatz? Der EU-Firmensitz, der öffentliche AVV und die Zero-Data-Retention-Zusage sprechen dafür. Wer besondere Datenkategorien verarbeitet oder eine formale DPO-Benennung braucht, sollte die offenen Punkte vorab mit Cortecs klären.
Gibt es einen kostenlosen Test? Ein zeitlich begrenzter Trial oder dauerhafter Free-Tier ist auf der Preisseite nicht dokumentiert (Stand: 2026-08). Du zahlst ab der ersten Nutzung die 5-%-Servicegebühr auf die Modellkosten.
Wie funktioniert der AVV bei Cortecs? Der AVV nach Art. 28 DSGVO ist öffentlich unter cortecs.ai/dpa einsehbar und gilt für alle Nutzer unabhängig vom Nutzungsvolumen, nicht nur für Enterprise-Kunden.
Werden meine Prompts zum KI-Training verwendet? Laut Anbieterangabe nicht – Cortecs wirbt mit einer „No Training“-Policy und einer technischen Zero-Data-Retention-Architektur für Payload-Daten. Eine vertraglich explizite Trainings-Ausschlussklausel im DPA-Text selbst konnten wir nicht einsehen (Stand: 2026-08).
Fazit & Empfehlung
Wähle Cortecs, wenn du als Entwickler-Team mehrere LLM-Anbieter über eine Schnittstelle mit EU-Datenresidenz-Fokus ansteuern willst, oder wenn ein gebündelter, öffentlich einsehbarer AVV deinen Compliance-Aufwand reduzieren soll. Lieber OpenRouter oder eine Direktanbindung, wenn dir die größtmögliche Modellauswahl wichtiger ist als EU-Dokumentation, oder wenn ein einzelner Anbieter für deinen Anwendungsfall ohnehin ausreicht.
Cortecs gehört mit EU-Firmensitz, öffentlichem AVV und Zero-Data-Retention-Zusage zu den stärker DSGVO-dokumentierten LLM-Gateways am Markt, lässt bei formaler DPO-Benennung und Zertifizierungsnachweisen aber noch Fragen offen.
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