Präsentation, Design & Bildgenerierung
Leonardo AI
KI-Bildgenerierung mit trainierbaren Personal-Modellen und Token-Kontingent für Freelancer und Teams.
Leonardo AI eignet sich für Freelancer und kleine Teams mit wiederkehrendem Bildbedarf, DSGVO-Score 5,5/10. Rechtsgrundlage und Betroffenenrechte gut dokumentiert, aber kein self-service AVV und standardmäßig aktives KI-Training im Free-Plan.
Was ist Leonardo AI?
Leonardo AI ist eine webbasierte KI-Bildgenerierung mit Token-Kontingenten und trainierbaren Personal-Modellen. Anbieter ist Leonardo Interactive Pty Ltd, eine Canva-Marke aus Australien. Pläne reichen vom kostenlosen Einstieg bis zum Team-Tarif.
✅ Stärken
- Trainierbare Personal-Modelle ab Essential-Plan
- Geteilter Token-Pool im Team-Plan ab 3 Sitzen
- Transparente Preisstufen mit klaren Token-Kontingenten
⚠️ Schwächen
- Kein self-service AVV, nur individuell mit Geschäftskunden vereinbart (Stand: 2026-09)
- Technische Sicherheitsmaßnahmen nur generisch beschrieben, keine Zertifizierungen (Stand: 2026-09)
- Standardmäßig aktives KI-Training in kostenlosen Tarifen, Opt-out nur bezahlt (Stand: 2026-09)
- Keine feste Löschfrist, nur Aufbewahrung 'solange nötig' (Stand: 2026-09)
Leonardo AI Test 2026: KI-Bildgenerierung mit eigenen Trainingsmodellen
Leonardo AI ist ein webbasiertes Tool zur KI-Bildgenerierung, das sich an Freelancer, Kreative und kleine Teams richtet, die eigene Bildstile trainieren und wiederverwenden wollen. Der USP liegt in den „Personal AI Models" — trainierbaren Modell-Varianten, die ab dem Essential-Plan verfügbar sind — sowie einem Token-basierten Kontingentsystem statt reiner Bild-Zählung. Anbieter ist Leonardo Interactive Pty Ltd, laut eigener Datenschutzerklärung eine Marke von Canva.
Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutzdokumente und der Preisseite (Stand: 2026-09).
Warum nutzen Freelancer und KMU Leonardo AI?
Leonardo AI spart vor allem Zeit bei Bildvarianten für Marketing- und Social-Media-Material: Ein „Personal AI Model" wird einmal auf einen Stil trainiert und danach für neue Motive wiederverwendet, statt jedes Motiv einzeln zu briefen. Für Agenturen und kleine Teams kommt der Team-Plan mit gemeinsamem Token-Pool dazu, was Abstimmung über Einzellizenzen erspart. Der Vorteil liegt konzeptionell vor allem bei wiederkehrenden Bildformaten, bei denen sich der einmalige Trainingsaufwand über mehrere Motive verteilt — bei einmaligen Einzelprojekten amortisiert er sich entsprechend weniger.
Wie gut funktioniert Leonardo AI in der Praxis?
Zur Bildqualität und Trefferquote liegen keine unabhängigen Vergleichstests oder Benchmark-Daten vor — mangels unabhängiger Tests nicht überprüfbar (Stand: 2026-09). Die Anbieterseite dokumentiert nur Kontingente und Funktionsumfang, keine Qualitätskennzahlen. Workflow-Beispiel (hypothetisch, kein eigener Praxistest): Ein Social-Media-Freelancer mit 20 Motiven/Woche für Kundenkanäle trainiert ein Personal AI Model einmal auf das Corporate-Design und erzeugt danach neue Motivvarianten direkt im Tool, statt für jedes Motiv einzeln nach Stockbildern zu suchen. Ob und wie stark sich das in konkreter Zeit niederschlägt, hängt vom Einzelfall ab und ist mangels unabhängiger Tests nicht belegt. Die „Unlimited relaxed Generation" in höheren Plänen erlaubt laut Preistabelle zusätzliche Generierungen ohne Tokenverbrauch, allerdings mit Warteschlange statt Sofort-Ergebnis.
Für wen ist Leonardo AI geeignet?
Für Freelancer und kleine Kreativagenturen mit wiederkehrendem Bildbedarf im gleichen Stil lohnt sich der Essential- oder Premium-Plan wegen der trainierbaren Modelle und der Private-Creations-Option. Kleine Teams, die gemeinsam an Kampagnen arbeiten, finden im Starter-Team-Plan einen gemeinsamen Token-Pool statt mehrerer Einzel-Accounts. Für sensible Kunden- oder Mandantendaten, etwa Porträtaufnahmen von Patienten oder vertrauliche Produktfotos vor Marktstart, eignet sich Leonardo AI aktuell nicht gut, da ein AVV nur auf Anfrage existiert (nicht self-service) und KI-Training standardmäßig aktiv ist, sofern nicht ein bezahlter Plan mit privater Generierung genutzt wird.
Preise & Pläne
Alle Angaben in USD, exklusive Steuer (Stand: 2026-09):
- Free: 0 USD/Monat — 150 Fast Tokens/Tag, öffentliche Creations, Basic Quality
- Essential: 12 $/Monat — 8.500 Fast Tokens/Monat, private Creations, 10 eigene KI-Modelle
- Premium: 30 USD/Monat — 25.000 Fast Tokens/Monat, 20 eigene KI-Modelle, unbegrenzte Relaxed-Generierung bei ausgewählten Modellen
- Ultimate: 60 USD/Monat — 60.000 Fast Tokens/Monat, 50 eigene KI-Modelle, unbegrenzte Relaxed-Bild- und Video-Generierung
- Starter (Team): ab 72 USD/Monat (24 USD/Sitz, mind. 3 Sitze) — geteilter Token-Pool, private Team-Generierungen
Für gelegentliche Einzelmotive reicht der Free-Plan zum Ausprobieren, das Tageskontingent von 150 Fast Tokens ist bei täglicher Nutzung aber schnell aufgebraucht. Für ein wöchentliches Motivpaket passt der Essential-Plan wegen der 10 trainierbaren Modelle. Teams ab drei Personen mit gemeinsamer Kampagnenarbeit sind im Starter-Team-Plan besser aufgehoben als mit mehreren Einzel-Accounts.
Wann lohnt sich Leonardo AI?
| Lohnt sich | Lohnt sich (noch) nicht |
|---|---|
| Wiederkehrende Bildmotive im gleichen Stil (Essential) | Einzelnes einmaliges Bildprojekt (Free reicht) |
| Team-Kampagnen mit geteiltem Kontingent (Starter Team) | Verarbeitung sensibler Personen- oder Mandantendaten |
| Aufbau einer eigenen Bildmarke über Personal AI Models (Premium) | Feste tägliche Nutzung mit hohem Volumen ohne Tokenpuffer (Ultimate prüfen) |
| Kleine Agenturen mit 3+ Team-Mitgliedern (Starter Team) | Projekte mit Compliance-Anforderung an dokumentiertem AVV |
Empfehlung für Freelancer: Der Essential-Plan (12 $/Monat) ist für Einzel-Nutzer mit regelmäßigem Bildbedarf der richtige Einstieg — private Creations, 10 trainierbare Modelle und 8.500 Fast Tokens/Monat. Free eignet sich nur für gelegentliches Ausprobieren ohne Trainingsanspruch; Premium lohnt ab spürbar höherem Volumen oder wenn mehr als zwei Generierungen gleichzeitig laufen sollen.
DSGVO & Datenschutz
Was dokumentiert ist
- Anbieter: "Leonardo Interactive Pty Ltd T/A Leonardo.Ai, a Canva brand" (Stand: 2026-09) — ein australisches Unternehmen. Daten werden laut Datenschutzerklärung in den USA gespeichert und in Australien (sowie weiteren Laendern mit Niederlassungen/Dienstleistern) verarbeitet.
- Vollständige Rechtsgrundlagen-Tabelle nach Art. 6 DSGVO (Vertragserfüllung, berechtigtes Interesse, Einwilligung, rechtliche Verpflichtung). EU-Vertreter (EDPO, Dublin) und UK-Vertreter (EDPO UK, London) mit Adresse benannt, inkl. funktionierender DSAR-Formulare.
- Internationale Transfers über Angemessenheitsbeschlüsse oder EU Model Clauses/UK IDTA abgesichert.
- Vollständige Betroffenenrechte-Liste (EU/UK/Brasilien UND separat für US-Bundesstaaten): Auskunft, Berichtigung, Löschung, Übertragbarkeit, Widerspruch, Opt-out von Verkauf/Sharing, Recht auf Überprüfung einer Ablehnung, Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde.
- KI-Training mit echtem Opt-out: Content wird standardmäßig fürs Modelltraining verwendet, 'Private Content' mit jedem bezahlten Plan ist davon ausgenommen. Kostenlose Tarife: Content ist öffentlich und wird trainiert.
- Ein AVV existiert laut Datenschutzerklärung für Geschäftskunden ('the data processing addendum we have entered with the customer'), ist aber nicht öffentlich/self-service abrufbar.
Was fehlt oder unklar ist
- Kein öffentlich einsehbares, self-service AVV-Dokument — nur individuell mit Geschäftskunden vereinbart.
- Technische Sicherheitsmaßnahmen bleiben generisch ('commercially reasonable security measures'), keine Angaben zu Verschlüsselung, 2FA oder Zertifizierungen (SOC 2/ISO).
- Keine feste kalendarische Löschfrist, nur 'solange das Konto aktiv ist oder ein gültiger Zweck besteht'.
- Keine namentliche Sub-Prozessoren-Liste mit konkreten Anbietern.
Leonardo AI dokumentiert Rechtsgrundlage und Betroffenenrechte ungewöhnlich vollständig — deutlich besser, als die Erst-Recherche ergab (mehrere Abschnitte der Anbieterseite waren beim automatisierten Scrape leer geblieben). Offen bleiben ein self-service AVV und konkrete technische Sicherheitsangaben.
Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.
DSGVO-Bewertung: 5,5/10
Warum 5,5/10? ✅ Vollständige Rechtsgrundlagen-Tabelle nach Art. 6 DSGVO, EU-/UK-Vertreter (EDPO) mit DSAR-Formularen benannt ✅ Vollständige Betroffenenrechte-Liste mit funktionierendem Self-Service-Portal ✅ Echter KI-Trainings-Opt-out ab bezahltem Plan (Private Content) ❌ Kein öffentliches, self-service AVV — nur individuell mit Geschäftskunden vereinbart ❌ Technische Sicherheitsmaßnahmen nur generisch beschrieben, keine Zertifizierungen genannt ❌ Standardmäßig aktives KI-Training in kostenlosen Tarifen (keine Opt-in-Voraussetzung)
Hauptabzüge entstehen durch das fehlende self-service AVV, die generischen technischen Sicherheitsangaben und das standardmäßig aktive KI-Training in kostenlosen Tarifen. Rechtsgrundlage und Betroffenenrechte sind dagegen ungewöhnlich vollständig dokumentiert.
AVV-Tarifprüfung: Die Datenschutzerklärung bestätigt ausdrücklich die Existenz eines AVV für Geschäftskunden ('the data processing addendum we have entered with the customer'), aber kein öffentlich einsehbares Muster-Dokument und keinen self-service Abschluss für alle Tarife. Wer personenbezogene Daten in Prompts oder Uploads verarbeitet, sollte die Auftragsverarbeitung vor dem Einsatz direkt beim Anbieter klären.
Cloud-Act-Einordnung: Risiko 1 (US-Muttergesellschaft) entfällt nach aktueller Dokumentation — der Anbieter ist ein australisches Unternehmen (Leonardo Interactive Pty Ltd), ein US-Mutterkonzern ist nicht dokumentiert. Risiko 2 (US-Sub-Prozessoren) besteht dennoch teilweise, da die Datenschutzerklärung Speicherung in den USA nennt und keine namentliche Sub-Prozessoren-Liste veröffentlicht.
Alternativen
Wer Leonardo AI erwägt, vergleicht es meist mit Midjourney: Leonardo AI läuft als Web-App mit Token-Kontingent und trainierbaren Personal-Modellen, Midjourney wird primär über Discord ohne festes Token-System pro Sitzung genutzt — zu Midjourneys DSGVO-Nachweisen liegen hier keine eigenen Belege vor, ein Datenschutzvergleich wurde daher nicht durchgeführt. Adobe Firefly integriert sich in bestehende Creative-Cloud-Workflows und liegt für Nutzer mit vorhandener Adobe-Lizenz oft näher; eine eigene Datenschutzprüfung wurde dafür nicht durchgeführt. Stable Diffusion (selbst gehostet) ermöglicht volle Kontrolle über Server- und Speicherort, erfordert dafür aber eigenen technischen Betrieb statt SaaS-Nutzung.
Häufige Fragen
Ist Leonardo AI DSGVO-freundlich? Rechtsgrundlage und Betroffenenrechte sind vollständig dokumentiert, ein self-service AVV fehlt aber und KI-Training ist in kostenlosen Tarifen standardmäßig aktiv. Für personenbezogene oder sensible Bilddaten eignet sich das Tool aus DSGVO-Sicht nur mit einem bezahlten Plan (Private Content) und direkter AVV-Klärung beim Anbieter.
Bietet Leonardo AI einen AVV/DPA an? Ja, laut Datenschutzerklärung für Geschäftskunden, aber nicht als öffentlich einsehbares Muster-Dokument (Stand: 2026-09). Vor geschäftlicher Nutzung mit personenbezogenen Daten sollte der Anbieter direkt kontaktiert werden.
Gibt es einen kostenlosen Plan? Ja, der Free-Plan bietet 150 Fast Tokens pro Tag und öffentliche Creations ohne monatliche Kosten, allerdings ohne private Generierung und eigene trainierbare Modelle.
Werden meine Bilder für das KI-Training verwendet? Ja, standardmäßig — sowohl eigene Uploads/Ergebnisse als auch öffentlich verfügbare Internetdaten werden laut Datenschutzerklärung fürs Modelltraining genutzt. Mit jedem bezahlten Plan lässt sich 'Private Content' generieren, der davon ausgenommen ist; im kostenlosen Tarif bleibt Content öffentlich und trainierbar.
Für wen lohnt sich der Team-Plan? Ab drei Nutzern mit gemeinsamer Kampagnenarbeit, da der Starter-Team-Plan einen geteilten Token-Pool statt mehrerer Einzel-Accounts bietet.
Fazit & Empfehlung
Wähle Leonardo AI wenn: du wiederkehrende Marketing- oder Social-Media-Bilder im gleichen Stil brauchst und dafür ein eigenes trainierbares KI-Modell aufbauen willst — Rechtsgrundlage und Betroffenenrechte sind dabei ungewöhnlich vollständig dokumentiert. Lieber ein anderes Tool wenn: du personenbezogene oder sensible Bilddaten verarbeitest und dafür ein self-service-AVV sowie konkrete technische Sicherheitsnachweise brauchst, oder KI-Training grundsätzlich ausschließen willst. Für unkritische Kreativ-Workflows ist Leonardo AI sowohl funktional als auch bei den vertraglichen DSGVO-Nachweisen solide aufgestellt. Tarife und Datenschutzbedingungen können sich kurzfristig ändern — vor dem Einsatz aktuelle Bedingungen prüfen.
Die genannten Scores sind Risikoeinschätzungen nach unserer Methodik, keine rechtlichen Gutachten.
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