Mindverse
Mindverse ist eine deutsche Multi-LLM-Plattform für Teams mit geteilter Wissensdatenbank und Rollensystem.
Mindverse bündelt mehrere KI-Modelle, Bildgenerierung und eine Team-Wissensdatenbank auf deutschem Kernhosting. Für KMU mit unkritischen Daten interessant, AVV aber nur auf Anfrage. DSGVO-Score 6,0/10.
Was ist Mindverse?
Mindverse ist eine deutsche KI-Suite, die Chat mit mehreren KI-Modellen, Bild- und Videogenerierung sowie eine geteilte Wissensdatenbank in einer Oberfläche bündelt. Zielgruppe sind Teams und KMU, die mehrere KI-Werkzeuge zentral verwalten wollen.
✅ Stärken
- · Deutsches Kernhosting laut Sicherheitsseite (Stand: 2026-08)
- · Kein KI-Training mit Nutzerdaten laut Sicherheitsseite (Stand: 2026-08)
- · Multi-LLM-Zugriff und Wissensdatenbank in einem Abo
- · Sub-Prozessoren namentlich in der Datenschutzerklärung gelistet (Stand: 2026-08)
⚠️ Schwächen
- · AVV nur auf Anfrage, kein Self-Service, Tarifzuordnung nicht dokumentiert (Stand: 2026-08)
- · Mehrere US-Subprozessoren trotz deutschem Kernhosting (Stand: 2026-08)
- · Keine konkreten Löschfristen dokumentiert, auch Trust Center/Help Center ohne Angabe (Stand: 2026-08)
- · Keine technischen Zertifizierungen wie ISO 27001/SOC 2 auffindbar (Stand: 2026-08)
- · Kein kostenloser Dauer-Plan, Einstieg ab 19 €/Monat
Mindverse Test 2026: Deutsche Multi-KI-Suite mit Wissensdatenbank
Mindverse ist eine deutsche KI-Plattform der Relativity GmbH (Berlin), die Chat mit mehreren KI-Modellen, eine geteilte Wissensdatenbank, Bild- und Videogenerierung sowie KI-Agenten in einer Oberfläche bündelt. Zielgruppe sind laut Anbieter vor allem Marketing- und Vertriebsteams, Kreative sowie KMU, die mehrere KI-Werkzeuge zentral verwalten wollen. Der USP ist die Kombination aus deutschem Kernhosting und einer teamweiten Wissensdatenbank statt einzelner Einzel-Tool-Abos.
Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutz-, Sicherheits- und Preisseiten von mind-verse.de (Stand: 2026-08).
Warum nutzen KMU Mindverse?
Statt ChatGPT, ein Bildtool und ein separates Wissensmanagement-Tool einzeln zu abonnieren, laufen bei Mindverse Chat, Wissensdatenbank und Bildgenerierung über einen gemeinsamen Credit-Pool. Für Teams entfällt so das manuelle Zusammenführen von Ergebnissen, weil Assistenten direkt auf hochgeladene Firmendokumente zugreifen. Laut Preisseite sind im Pro-Plan „500+ Integrationen" enthalten — konkrete native Anbindungen nennt die Preisseite jedoch nicht namentlich.
Wie gut funktioniert Mindverse in der Praxis?
Kernfunktionen laut Produktseite: Chat mit mehreren KI-Modellen, ein Texteditor mit über 20 Werkzeugen, Bildgenerierung, Video-/Audio-zu-Text sowie KI-Agenten für E-Mail, CRM und Buchhaltung. Mangels unabhängiger Benchmarks ist die Ausgabequalität dieser Module nicht überprüfbar (Stand: 2026-08) — besonders für die KI-Agenten fehlen öffentlich dokumentierte Fehlerraten.
Workflow-Beispiel: Ein Vertriebsteam lädt 50 Produktdatenblätter in die Wissensdatenbank hoch → der Chat-Assistent beantwortet Support-Anfragen laut Funktionsbeschreibung direkt mit Bezug auf diese Dokumente, statt dass jemand erst manuell in Ordnern sucht. Eine Zeitersparnis ist dadurch plausibel, weil die Dokumentensuche automatisiert läuft — ein konkreter Stundenwert pro Woche ist mangels veröffentlichter Fallstudien von Mindverse nicht dokumentiert (Stand: 2026-08).
Für wen ist Mindverse geeignet?
Für kleine Marketing- oder Vertriebsteams, die Textentwürfe, Bildmaterial und Kundenwissen an einem Ort halten wollen, bietet die geteilte Wissensdatenbank im Team-Plan einen organisatorischen Vorteil gegenüber Einzel-Tool-Sammlungen. Kreative und Projektmanager, die neben Text auch Bild- und Videogenerierung brauchen, sparen sich das Wechseln zwischen mehreren Abos, solange die 800 monatlichen Credits im Pro-Plan reichen.
Für Kanzleien oder andere Branchen mit sensiblen Mandats- oder Patientendaten eignet sich Mindverse aktuell nur eingeschränkt: Ohne Self-Service-AVV und mit mehreren namentlich gelisteten US-Subprozessoren bleibt vor dem produktiven Einsatz mit personenbezogenen Daten zusätzlicher Klärungsaufwand mit dem Anbieter nötig.
Preise & Pläne
Stand: 2026-08, laut Preisseite:
- Starter: 19 €/Monat (15,20 €/Monat bei Jahreszahlung), 200 KI-Credits/Monat
- Pro: 59 €/Monat (47,20 €/Monat bei Jahreszahlung), 800 Credits/Monat, alle KI-Modelle, unbegrenzte Agenten
- Team: 49 €/Nutzer/Monat (39,20 €/Nutzer bei Jahreszahlung), 1.000 Credits/Nutzer/Monat, geteilter Credit-Pool
- Mindverse Custom: individuelle Enterprise-Lösung, Preis auf Anfrage
Ein kostenloser Dauer-Plan ist auf der Preisseite nicht ausgewiesen. Für einen Einzelnutzer mit gelegentlichem Textbedarf reicht der Starter-Plan meist; wer mehrere KI-Modelle parallel nutzt, stößt mit 200 Credits/Monat schnell an die Grenze und sollte direkt im Pro-Plan starten.
Wann lohnt sich Mindverse?
| Lohnt sich | Lohnt sich eher nicht |
|---|---|
| Team mit gemeinsamer Wissensdatenbank (Team-Plan) | Einzelperson mit sehr geringem KI-Bedarf |
| Marketing/Vertrieb mit Text- und Bildbedarf (Pro-Plan) | Sensible Mandats-/Patientendaten ohne geklärten AVV |
| KMU mit Fokus auf deutsches Kernhosting | Strikte EU-only-Anforderung (US-Subprozessoren vorhanden) |
| Mehrere KI-Modelle in einem Abo gewünscht (Pro-Plan) | Reine Einzeltool-Nutzung ohne Wissensdatenbank-Bedarf |
Empfehlung für KMU-Teams: Der Pro-Plan (59 €/Monat, 47,20 €/Monat jährlich) ist für kleine Teams mit gemischtem Text-, Bild- und Agenten-Bedarf der sinnvollste Einstieg — inklusive aller KI-Modelle, unbegrenzter Agenten und 800 Credits/Monat. Der Starter-Plan reicht nur für sehr geringes Volumen; der Team-Plan lohnt sich erst ab mehreren Nutzern mit geteiltem Credit-Pool.
DSGVO & Datenschutz
Was dokumentiert ist
- Kernhosting in Deutschland laut Sicherheitsseite (Stand: 2026-08): „Entwickelt und gehostet in Deutschland"
- Kein KI-Training mit Nutzerdaten laut Sicherheitsseite (Stand: 2026-08): „Ihre Daten werden nicht zum Training von LLMs verwendet"
- Datenschutzbeauftragter benannt: esquilin GmbH, Rüsselsheim am Main, laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08)
- Sub-Prozessoren namentlich gelistet laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08): u. a. Google, AWS (Verarbeitungsort Deutschland laut Datenschutzerklärung), Cloudflare (Verarbeitungsort USA), Webflow (USA), Stripe, PayPal, Vimeo, LinkedIn
- Standardvertragsklauseln für Drittlandtransfers erwähnt laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08)
- AVV auf Anfrage über ein Kontaktformular („AVV Anfragen") laut Sicherheitsseite (Stand: 2026-08) — die Formulierung nennt keine Einschränkung auf einen bestimmten Tarif
Was fehlt oder unklar ist
- Kein Self-Service-AVV-Abschluss dokumentiert — nur Anfrage per Kontaktformular. Weder Sicherheits- noch Preisseite ordnen die AVV explizit einem Mindesttarif zu; eine ausdrückliche Bestätigung, dass auch der Starter-Plan eingeschlossen ist, fehlt trotzdem (Stand: 2026-08 — live geprüft auf beiden Seiten)
- Keine konkreten Löschfristen: Trotz Differenzierung nach Vertragsdaten, berechtigten Interessen und Einwilligung bleibt nur die vage Formel „so lange wie der Zweck erfordert" (Stand: 2026-08). Auch Trust Center und Help Center lieferten keine konkreteren Fristen.
- Kein Self-Service-Portal für Betroffenenrechte dokumentiert (Stand: 2026-08)
- Keine technischen Zertifizierungen (ISO 27001, SOC 2) oder Angaben zu 2FA/Verschlüsselung öffentlich auffindbar — nur allgemeiner Verweis auf „regelmäßige Audits" (Stand: 2026-08)
Mindverse kombiniert deutsches Kernhosting und eine dokumentierte No-Training-Zusage mit einem spürbaren Compliance-Risiko durch zahlreiche US-Subprozessoren, einer AVV ohne Self-Service-Abschluss und ohne dokumentierte Tarifbindung.
Cloud-Act-Risiko: Risiko 1 (US-Muttergesellschaft) besteht nicht — Betreiber ist die deutsche Relativity GmbH. Risiko 2 (US-Subprozessoren mit Datenzugriff) besteht dennoch: Laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08) verarbeitet AWS in Deutschland, während Cloudflare und Webflow als Subprozessoren in den USA gelistet sind.
Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.
DSGVO-Bewertung: 6,0/10
Warum 6,0/10? ✅ Kernhosting in Deutschland dokumentiert ✅ Kein KI-Training mit Nutzerdaten laut Sicherheitsseite ✅ Sub-Prozessoren namentlich gelistet ❌ AVV nur auf Anfrage, kein Self-Service, Tarifzuordnung nicht dokumentiert ❌ Mehrere US-Subprozessoren trotz deutschem Kernhosting ❌ Keine konkreten Löschfristen dokumentiert ❌ Keine technischen Zertifizierungen (ISO 27001/SOC 2) und keine TLS-/2FA-Angaben auffindbar
Hauptabzüge entstehen durch die fehlende Self-Service-AVV mit ungeklärter Tarifzuordnung, die zahlreichen US-Subprozessoren trotz deutschem Kernhosting und fehlende technische Zertifizierungsnachweise.
Alternativen
- ChatGPT Team (OpenAI) — AVV im Self-Service-Kundenportal, aber US-Hosting ohne deutsches Kernrechenzentrum; Preis und DSGVO-Bewertung beim Anbieter prüfen (Stand: 2026-08). Mindverse bietet dafür deutsches Kernhosting und eine teamweite Wissensdatenbank, verlangt aber eine manuelle AVV-Anfrage statt Self-Service.
- Microsoft 365 Copilot — DSGVO-Score 8,0/10, ab 18 €/Monat; stärkere native Integration in Word/Outlook/Teams für Unternehmen mit bestehendem M365-Abo, dafür ohne eigene Multi-LLM-Wissensdatenbank.
- Make — kein direkter Chat-Konkurrent, aber relevant, um Mindverse-Agenten mit externen Systemen zu verketten; DSGVO-Score 7,0/10, kostenloser Plan vorhanden, Preise beim Anbieter prüfen (Stand: 2026-08).
Häufige Fragen
Eignet sich Mindverse aus DSGVO-Sicht? Mindverse dokumentiert deutsches Kernhosting und eine No-Training-Zusage, aber die AVV ist nur auf Anfrage erhältlich und mehrere Subprozessoren sitzen in den USA. Für unkritische Marketing-/Textdaten reicht das oft aus, für Mandats- oder Gesundheitsdaten ist vorherige Klärung mit dem Anbieter nötig.
Bietet Mindverse einen AVV/DPA an? Ja, aber nicht als Self-Service-Download — laut Sicherheitsseite läuft der Abschluss über ein Kontaktformular („AVV Anfragen"), Stand 2026-08. Eine ausdrückliche Tarifbindung ist auf Sicherheits- und Preisseite nicht dokumentiert.
Gibt es einen kostenlosen Plan oder eine Testphase? Ein dauerhafter Free-Plan ist auf der Preisseite nicht ausgewiesen; eine zeitlich begrenzte Testphase wird dort ebenfalls nicht genannt (Stand: 2026-08).
Werden meine Daten für das KI-Training genutzt? Laut Sicherheitsseite nein — die Angabe ist eine Website-Aussage, keine AVV-garantierte Vertragsklausel.
Welcher Plan eignet sich für ein 5-köpfiges Team? Der Team-Plan (49 €/Nutzer/Monat) mit geteiltem Credit-Pool ist für mehrere Nutzer ausgelegt; für Einzelpersonen ist der Pro-Plan meist wirtschaftlicher.
Wie unterscheidet sich Mindverse von einem reinen ChatGPT-Abo? Mindverse bündelt mehrere KI-Modelle, eine geteilte Wissensdatenbank und Bild-/Videogenerierung in einem Abo, während ein ChatGPT-Abo primär auf Chat mit einem Modellanbieter setzt.
Tarife und Datenschutzbedingungen können sich kurzfristig ändern — vor dem Einsatz aktuelle Bedingungen prüfen.
Fazit & Empfehlung
Wähle Mindverse wenn: dein Team mehrere KI-Modelle, Bildgenerierung und eine geteilte Wissensdatenbank für Marketing- oder Vertriebs-Workflows in einem Abo bündeln will. Lieber ChatGPT Team wenn: dir ein self-service abschließbarer AVV wichtiger ist als deutsches Kernhosting.
Mindverse ist eine der wenigen deutschen Multi-KI-Plattformen mit dokumentiertem Kernhosting in Deutschland und einer expliziten No-Training-Zusage. Die DSGVO-Bewertung von 6,0/10 zeigt, dass die fehlende Self-Service-AVV mit ungeklärter Tarifzuordnung und die US-Subprozessoren vor dem produktiven Einsatz mit personenbezogenen Daten zusätzliche Prüfung erfordern.
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