Universeller KI-Assistent
Logicc
Deutscher KI-Hub mit GPT, Claude, Gemini und Mistral, EU-Only-Verarbeitung und §203-Tarif für Berufsgeheimnisträger.
Logicc bündelt mehrere KI-Modelle unter einer EU-Only-AVV. DSGVO-Score 8,5/10. Gut für Kanzleien/Praxen mit §203-Bedarf, weniger sinnvoll für Einzelnutzer ohne Teamkontext.
Was ist Logicc?
Logicc ist ein deutscher KI-Hub, der Zugriff auf GPT, Claude, Gemini und Mistral über eine Oberfläche bündelt. Der Secure+-Tarif enthält eine Vertraulichkeitsvereinbarung nach §203 StGB für Berufsgeheimnisträger.
✅ Stärken
- EU-Only-Verarbeitung — Hosting bei Hetzner und vertraglich auf EU-Regionen beschränkt
- Öffentliche AVV mit Subprozessor-Liste und vertraglichem Trainingsverbot (Stand: 2026-09)
- TLS 1.3, AES-256, MFA, Passkeys und SSO laut Security-Seite (Stand: 2026-09)
- Secure+-Tarif mit §203-StGB-Vereinbarung für Berufsgeheimnisträger
- Mehrere Spitzenmodelle (GPT, Claude, Gemini, Mistral) über eine Oberfläche
- 7 Tage kostenlose Testphase ohne Kreditkarte
⚠️ Schwächen
- Kein dauerhafter Gratis-Plan — nur 7-Tage-Test
- US-Konzerne und US-Firmen (Cloudflare, Clerk) als Sub-Prozessoren (Stand: 2026-09)
- Löschfristen im laufenden Betrieb nur per Anbieterauskunft bestätigt (Soft-Delete 30 Tage, Hard-Delete 90 Tage), öffentlich nicht dokumentiert (Stand: 2026-10)
- Keine eigene ISO-27001/SOC-2-Zertifizierung — ISO 27001 laut Anbieter für Oktober 2026 geplant, SOC 2 nicht, C5 geplant; bisher nur Hetzner zertifiziert (Stand: 2026-10)
- Zugriff nach US-Cloud-Act bei Cloudflare und Clerk laut Anbieter nicht ausschließbar (Stand: 2026-10)
Logicc Test 2026: KI-Hub für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger
Logicc ist ein deutscher KI-Hub, der Zugriff auf mehrere KI-Modelle (u. a. GPT, Claude, Gemini, Mistral) über eine gemeinsame Oberfläche bündelt und Daten vertraglich auf EU-Regionen beschränkt. Mit dem Secure+-Tarif richtet sich das Tool gezielt an Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Steuerberater und Ärzte, die eine Vereinbarung nach §203 StGB benötigen. Dieser Test basiert auf der Analyse öffentlich verfügbarer Datenschutzdokumente, der Preisseite und der vollständig einsehbaren AVV-Dokumentation (Stand: 2026-09).
Warum nutzen Kanzleien und Selbstständige Logicc?
Statt separate Abos bei OpenAI, Anthropic und Google zu verwalten, wählst du in Logicc pro Aufgabe das passende Modell aus einer Oberfläche. Das spart vor allem Verwaltungsaufwand: ein Vertrag, eine AVV, eine Rechnung statt drei bis vier Einzelabos mit jeweils eigener Datenschutzprüfung. Für Kanzleien und Praxen kommt der Secure+-Tarif hinzu, der eine Vertraulichkeitsvereinbarung für Berufsgeheimnisträger direkt im Vertrag verankert.
Wie gut funktioniert Logicc in der Praxis?
Da Logicc als Hub die Originalmodelle von OpenAI, AWS Bedrock, Google Cloud und Mistral ansteuert, entspricht die inhaltliche Kernqualität den bekannten Modellen selbst — ein eigenständiger, Logicc-spezifischer Qualitätsunterschied ist mangels unabhängiger Tests nicht überprüfbar (Stand: 2026-08). Die Custom-Assistants- und Projekt-Funktion erlaubt es laut Preisseite, Wissen im Team zu teilen und wiederkehrende Vorlagen zu hinterlegen. Workflow-Beispiel: Eine Kanzlei lässt einen Vertragsentwurf über Logicc (Secure+, Claude-Modell) prüfen und kommentieren — der Rohentwurf mit Anmerkungen dient danach als Ausgangspunkt für die juristische Prüfung. Wie viel Zeit das gegenüber manueller Sichtung spart, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich ohne eigenen Test nicht seriös beziffern.
Für wen ist Logicc geeignet?
Kanzleien, Steuerberatungen und Arztpraxen profitieren am stärksten vom Secure+-Tarif, weil die §203-Vereinbarung direkt mitgeliefert wird — etwa für Mandanten-Zusammenfassungen, die sonst gar nicht in ein KI-Tool eingegeben werden dürften. Kleinere Teams und Agenturen ohne Vertraulichkeitspflicht finden im Business-Tarif eine günstigere Variante. Power-User mit Bedarf an Claude Opus und Team-SSO sind im Max-Tarif richtig. Wer nur gelegentlich einen Prompt tippt und keinen Team-Kontext braucht, ist mit einem einzelnen Modell-Abo direkt beim Hersteller oft günstiger bedient.
Preise & Pläne
Stand: 2026-08, Preise pro Nutzer und Monat, zzgl. MwSt.:
- Business: 29,90 € — Kernmodelle, Team-Zusammenarbeit, unbegrenzte Dokumenten-Uploads
- Secure+ (vom Anbieter empfohlen): 49,90 € — laut Preisseite 70 % höhere Nutzungslimits als Business, §203-Vereinbarung für Berufsgeheimnisträger
- Max: 89,90 € — laut Preisseite 200 % höhere Limits als Secure+, Zugriff auf Claude Opus, SSO/Identity-Management
- Enterprise: individuelles Angebot mit eigenem SLA und Onboarding, laut Preisseite sind mehr als 10.000 Nutzer möglich
Für eine einzelne Steuerkanzlei mit gelegentlichem Vertragscheck reicht meist Secure+ im Monatsabo; Teams ab fünf Personen mit hohem Nutzungsvolumen sollten Max prüfen. Einen dauerhaften Gratis-Plan gibt es nicht, aber eine 7-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte.
Wann lohnt sich Logicc?
| Lohnt sich | Lohnt sich (noch) nicht |
|---|---|
| Kanzlei braucht §203-Vereinbarung für Mandantendaten (Secure+) | Einzelperson mit gelegentlichem Prompt ohne Teamkontext |
| Team will mehrere KI-Modelle ohne Einzelabos (Business) | Wunsch nach dauerhaftem Gratis-Plan |
| Power-User braucht Claude Opus + SSO (Max) | Budget unter 30 €/Monat pro Nutzer |
| Praxis/Kanzlei will eine AVV direkt in der Plattform unterzeichnen | Bedarf an einer eigenen ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters |
Empfehlung für Kanzleien und kleine Teams: Der Secure+-Tarif (49,90 €/Monat/Nutzer) ist für Berufsgeheimnisträger der richtige Einstieg — er enthält die §203-Vereinbarung, höhere Nutzungslimits und EU-Only-Verarbeitung. Business eignet sich nur ohne Vertraulichkeitspflicht nach §203 StGB; Max lohnt sich erst ab regelmäßigem Bedarf an Claude Opus oder zentralem SSO für größere Teams.
DSGVO & Datenschutz
Was dokumentiert ist
- Server-/Verarbeitungsstandort: Hetzner (Nürnberg/Falkenstein), Drittmodelle vertraglich auf EU-Regionen beschränkt, laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08)
- Kein KI-Training mit Nutzerdaten für alle eingesetzten Modelle (OpenAI, AWS Bedrock, Google Cloud, Mistral), laut Datenschutzerklärung (Stand: 2026-08)
- AVV öffentlich einsehbar (inklusive TOMs), laut AVV Abschnitt 4 werden Kundendaten nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, laut Security-Seite erfolgt die Unterzeichnung direkt in der Plattform (Stand: 2026-09)
- Standardvertragsklauseln (SCCs) der EU-Kommission für etwaige Drittlandübermittlungen, laut Datenschutzerklärung
- Externer Datenschutzbeauftragter benannt: KaMUX GmbH & Co. KG, Pirmasens
- Betroffenenrechte (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Datenportabilität, Widerspruch) in der Datenschutzerklärung aufgeführt, laut Security-Seite mit 30 Tagen Bearbeitungsfrist (Stand: 2026-09)
- Benannte Subprozessor-Liste in der AVV (Anlage 2) mit Ort und Absicherung: Microsoft Ireland, Hetzner, Google Ireland, AWS EMEA (Luxemburg), Mistral AI, OpenAI Ireland und weitere, dazu die US-Firmen Cloudflare (SCC) und Clerk (DPF, SCC als Fallback) (Stand: 2026-09)
- TLS 1.3 und AES-256, Multi-Faktor-Authentifizierung mit Passkeys sowie SSO (SAML 2.0) und SCIM laut Security-Seite (Stand: 2026-09)
Was fehlt oder unklar ist
- Ein vertraglicher Ausschluss des Zugriffs aus den USA (Cloud Act) ist nicht dokumentiert (Stand: 2026-09)
- Externe Penetrationstests werden genannt, eine Zusammenfassung oder ein Bericht ist nicht öffentlich (Stand: 2026-09)
- Keine eigene ISO-27001- oder SOC-2-Zertifizierung — zertifiziert sind nur die genutzten Hetzner-Rechenzentren (Stand: 2026-09)
- Löschfristen für Chats und Inhalte im laufenden Betrieb sind nicht dokumentiert, die AVV regelt die Löschung nur nach Vertragsende (Stand: 2026-09)
- Ein Self-Service-Portal für Betroffenenrechte ist nicht dokumentiert, Anfragen laufen über den Kontaktweg (Stand: 2026-09)
Logicc dokumentiert EU-Only-Verarbeitung, eine öffentliche AVV mit benannter Subprozessor-Liste und ein vertragliches Trainingsverbot, lässt aber bei eigener Zertifizierung, Löschfristen im laufenden Betrieb und dem Zugriff aus den USA Fragen offen.
Wie wir bewerten: Wir prüfen Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, KI-Training und US-Datentransfer. Score 1–10, 10 = vollständig DSGVO-freundlich.
DSGVO-Bewertung: 8,5/10
Warum 8,5/10? ✅ Kein KI-Training vertraglich zugesichert (AVV Abschnitt 4) ✅ AVV öffentlich, mit benannter Subprozessor-Liste ✅ EU-Only-Verarbeitung mit Zero Data Retention ❌ US-Konzerne hinter den EU-Töchtern sowie Cloudflare und Clerk aus den USA ❌ Keine eigene ISO-27001/SOC-2-Zertifizierung ❌ Löschfristen im laufenden Betrieb nicht dokumentiert
Hauptabzüge: fehlende eigene Sicherheitszertifizierung, nicht dokumentierte Löschfristen im laufenden Betrieb, residuales Cloud-Act-Risiko trotz EU-Serverstandort. Risiko 1 (Cloud Act, US-Muttergesellschaft): entfällt — Logicc ist ein deutsches Unternehmen. Risiko 2 (US-Sub-Prozessoren): besteht weiterhin, da mehrere eingesetzte Anbieter US-Konzerne sind (Microsoft, Google, AWS, OpenAI) oder in den USA sitzen (Cloudflare, Clerk), auch wenn die Modellverarbeitung vertraglich auf EU-Regionen beschränkt ist.
Logicc vs. ChatGPT Team
Wer regelmäßig zwischen mehreren Modellen wechseln will, vergleicht Logicc meist mit einem Team-Abo bei einem einzelnen Anbieter. ChatGPT (DSGVO-Score 8,5/10) bindet dich an ein Ökosystem ohne §203-Vereinbarung; Claude (6,0/10) und Gemini (6,5/10) bieten ähnliche Einzel-Lösungen. Logicc bündelt diese Modelle unter einer EU-Only-Vertragsgrundlage mit Score 8,5/10 — der Vorteil zeigt sich vor allem bei Berufsgeheimnisträgern, die sonst pro Anbieter eine eigene DSGVO-Prüfung durchführen müssten.
Alternativen
ChatGPT Team ist die naheliegendste Alternative für Teams ohne Multi-Modell-Bedarf — einfacheres Onboarding, aber ohne §203-Tarif. Mistral AI (Le Chat Pro, DSGVO-Score 8,5/10) ist ein EU-Anbieter mit ähnlich strengem Datenschutzanspruch, bietet aber keinen Zugriff auf GPT- oder Claude-Modelle im selben Abo. Microsoft 365 Copilot (DSGVO-Score 8,5/10, ab 18,20 €/Monat) eignet sich für Teams in der Microsoft-365-Umgebung, deckt aber keinen dedizierten Berufsgeheimnisträger-Tarif ab.
Häufige Fragen
Eignet sich Logicc aus DSGVO-Sicht für Kanzleien? Logicc eignet sich für Kanzleien, wenn eine EU-Only-Verarbeitung und eine automatisch mitgelieferte AVV ausreichen — offene Punkte wie Löschfristen im laufenden Betrieb und der Zugriff aus den USA sollten vor dem Einsatz mit sensiblen Mandantendaten geprüft werden. Die genannten Scores sind Risikoeinschätzungen nach unserer Methodik, keine rechtlichen Gutachten.
Gibt es einen AVV/DPA bei Logicc? Ja, die AVV ist öffentlich einsehbar und gilt laut AGB für alle Tarife; laut Security-Seite wird sie direkt in der Plattform unterzeichnet (Stand: 2026-09).
Gibt es einen kostenlosen Plan oder eine Testphase? Einen dauerhaften Gratis-Plan gibt es nicht, aber eine 7-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte.
Werden meine Eingaben zum KI-Training verwendet? Laut Datenschutzerklärung und AVV (Abschnitt 4) werden Kundendaten für keines der eingesetzten Modelle zum Training verwendet (Stand: 2026-09).
Fazit & Empfehlung
Wähle Logicc, wenn du als Kanzlei oder Praxis eine §203-Vereinbarung brauchst und mehrere KI-Modelle über einen EU-Vertrag nutzen willst. Lieber ChatGPT Team oder Mistral AI direkt, wenn du nur ein einzelnes Modell brauchst und keine integrierte Vertraulichkeitsvereinbarung willst. Logicc kombiniert eine klare EU-Only-Zusage mit öffentlicher AVV, lässt aber bei eigener Zertifizierung und Löschfristen im laufenden Betrieb Fragen offen — für Berufsgeheimnisträger mit Vertraulichkeitspflicht ist Secure+ dennoch eine der wenigen dedizierten Lösungen am Markt. Tarife und Datenschutzbedingungen können sich kurzfristig ändern — vor dem Einsatz aktuelle Bedingungen prüfen.
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